Streitkräftegemeinsame Aufgaben: Von der Reserve bis zum Diensthund
Im Streitkräfteamt der Bundeswehr sind Fähigkeiten und Aufgaben gebündelt, die überall in der Truppe gebraucht werden. Sie sind ein unverzichtbarer Teil des Unterstützungsbereichs und gewährleisten die Funktionsfähigkeit und die Einsatzbereitschaft der Streitkräfte.

Das Streitkräfteamt der Bundeswehr hat einerseits einen konzeptionellen Auftrag für die Bundeswehr, beispielsweise in der Entwicklung einer einsatzfähigen Reserve und bei der Ausbildung einer verteidigungsbereiten Truppe. Andererseits bündelt es vielfältige kleinere Einzelbereiche truppendienstlich, die in allen Teilstreitkräften gebraucht werden. Dies beinhaltet nicht nur die Truppenübungsplätze oder das Diensthundewesen, sondern auch die Militärmusik und die Spitzensportförderung der Bundeswehr. Das Streitkräfteamt ist in seiner Vielfalt an Aufgaben einzigartig und essenziell für die Funktionsfähigkeit und die Kriegstüchtigkeit der Bundeswehr.

„Ob bei Truppenübungsplätzen oder der konzeptionellen Entwicklung einer verteidigungsbereiten Reserve: Wir leisten wesentliche Beiträge zur Funktionsfähigkeit einer kriegstüchtigen Bundeswehr.“
Was gehört zu den streitkräftegemeinsamen Aufgaben?
Ob Militärmusik bei feierlichen Anlässen, Spitzensportförderung für das Ziel Olympia, die Konzeption der Reserve, Truppenübungsplätze oder die Ausbildung von Diensthunden – das Streitkräfteamt übernimmt die streitkräftegemeinsamen Aufgaben der Bundeswehr.
Fragen und Antworten
Welche Aufgaben übernimmt das Streitkräfteamt? Hier finden Sie die Antworten zu seinen vielseitigen Leistungen für eine einsatzbereite Bundeswehr.
Zum Streitkräfteamt gehören die Militärmusik, die Spitzensportförderung, die Truppenübungsplätze, die Schule für Diensthundewesen der Bundeswehr, die Militärattachéestäbe, die Jugendoffiziere und vieles mehr.
In der Bundeswehr werden unterschiedliche Tiere eingesetzt. Nicht nur Hunde mit unterschiedlichen Spezialisierungen wie beispielsweise Sprengstoffspürhunde oder Zugriffsdiensthunde bei den Feldjägern, auch die Maultiere bei den Gebirgsjägern zum Transport von schwerem Material in unwegsamem Gelände gehören zur Truppe.
In der Diensthundeschule des Streitkräfteamts werden Diensthunde unter anderem zu Sprengstoff- und Rauschgiftspürhunden, Minenspürhunden und Zugriffsdiensthunden ausgebildet. Derzeit laufen zudem Studien zur Ausbildung von Diensthunden zu Therapiebegleithunden.
Im Ausbildungsmusikkorps der Bundeswehr in Hilden und der Robert-Schumann-Hochschule für Musik in Düsseldorf kann man zum Orchestermusiker beziehungsweise zur Orchestermusikerin ausgebildet werden. Die Ausbildung dauert fünf Jahre und ist ein erstklassiges, praxisorientiertes und bezahltes Studium. Im Anschluss wird man in einem der zahlreichen Musikkorps der Bundeswehr eingesetzt.
Die Instrumente der Militärmusik der Bundeswehr sind Blas-, Schlag- und Percussioninstrumente sowie das Keyboard.
Als Militärmusikerin oder Militärmusiker spielt man bei repräsentativen Auftritten im In- und Ausland – wie zum Beispiel bei Empfängen, aber auch bei Zeremoniellen wie dem Großen Zapfenstreich und Konzertveranstaltungen wie dem Musikfest der Bundeswehr.
Die Bundeswehr fördert den Spitzensport, um bei internationalen Wettkämpfen, wie zum Beispiel den Olympischen Spielen, auch in Nischensportarten international wettbewerbsfähig zu bleiben. Gleichzeitig nutzt sie die Fachexpertise von Sportsoldatinnen und -soldaten für die Ausbildung der restlichen Truppe.
Grundlegende Voraussetzung für die Spitzensportförderung ist die Zugehörigkeit zu einem Olympia- oder Nachwuchskader oder zur Nationalmannschaft einer Sportart. Die Bundeswehr stellt dafür den Dachverbänden eine begrenzte Anzahl an Förderplätzen zur Verfügung, auf die sich die Athletinnen und Athleten bewerben können.
Sportsoldatinnen und Sportsoldaten haben die Möglichkeit, sich voll und ganz auf ihren Sport zu konzentrieren, um Medaillen für Deutschland zu gewinnen. Wenn sie ihren Kaderplatz verlieren oder die militärische Ausbildung nicht bestehen, werden sie durch die Bundeswehr auch nicht weiter gefördert.
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