Grüße in und aus der Heimat

Feldpost verbindet

Die Bundeswehr ist weltweit im Einsatz. Das macht es den Soldaten und Soldatinnen manchmal schwer, Kontakt nach Hause zu halten. Doch bereits seit 1992 gibt es in Darmstadt die Feldpost und verbindet sowohl die Truppe mit der Heimat, als auch die Truppen untereinander.

Eine Hand steckt eine Postkarte in einen Briefkasten

Der Krieg in der Ukraine hat gezeigt, dass die Nutzung von mobilen Endgeräte wie zum Beispiel Smartphones und Tablets das Leben von Soldatinnen und Soldaten gefährdet. Denn diese elektronischen Geräte sind für einen Gegner leicht aufzuklären. Sind die Nutzende erst einmal geortet, lassen sie sich leicht bekämpfen. Aufgrund dieser Erfahrungen ist es realistisch davon auszugehen, dass die Nutzung von privater ITInformationstechnik - abhängig von der jeweiligen Bedrohungslage - auch für Angehörige der Bundeswehr im Einsatz untersagt werden könnte. So soll dann der Schutz eigener und verbündeter Kräfte nicht gefährdet werden. Umso wichtiger ist es, dass sich die Soldatinnen und Soldaten auch im Zuge der Zeitenwende und der Refokussierung auf die Landes- und Bündnisverteidigung (LV/BVLandes- und Bündnisverteidigung) auf eine gesicherte Feldpostversorgung verlassen können. 

Zwei Soldaten werfen Postkarten in einen Briefkasten der Feldpost.

Gerade in Zeiten von Smartphone und Social Media ist ein handgeschriebener Brief unbezahlbar

Bundeswehr/Kai Kupferschmitt

Wo auch immer unsere Soldatinnen und Soldaten eingesetzt werden: Die Feldpost ist immer noch die wichtigste Verbindung nach Hause, denn kaum etwas ist persönlicher. Das Gefühl, tausende Kilometer von der Heimat entfernt am Feldpostamt zu warten und dann einen handgeschriebenen Brief oder eine Postkarte von der Partnerin oder dem Partner zu bekommen, ist einfach unbezahlbar. Ein Paket der Mama zu öffnen und Schwarzbrot zu entdecken und danach zu genießen, ist wie ein Stück Heimat, das auf der Zunge zergeht. Damit die Postsendungen auch reibungslos im jeweiligen eingesetzten Ort ankommen, gibt es im Unterstützungsbereich der Bundeswehr die Feldpost. Ihren Sitz hat sie bereits seit 1992 in Hessen, genauer in Darmstadt. Von der Truppe werden die Feldpostlerinnen und Feldpostler oft liebevoll die „Brücke in die Heimat“ genannt.

Wer kümmert sich um die Feldpost?

Ein Soldat wiegt ein Paket auf einer Waage

Die Flut an Postsendungen wird durch Reservistinnen und Reservisten bewältigt, die im zivilen Leben Postangestellte sind

Bundeswehr/Rolf-Jürgen Walter

Durchschnittlich werden pro Jahr rund 1,3 Millionen Sendungen befördert. Um die Versorgung zwischen Heimat und dem jeweiligen Einsatzgebiet sicherzustellen, arbeiten die Bundeswehr und die Deutsche Post AGAktiengesellschaft Hand in Hand. Speziell ausgebildete Reservistinnen und Reservisten der Bundeswehr, die im Zivilberuf Postangestellte sein müssen, machen Reservistendienstleistungen im In- und Ausland. Ausgebildet, beziehungsweise auf den jeweiligen Einsatzort vorbereitet, werden sie dazu in der Feldpostleitstelle in Darmstadt. Für ihre Verwendungsdauer werden die Feldpostlerinnen und Feldpostler einem Logistikbataillon der mobilen Logistiktruppen zugeordnet. Momentan besteht die Feldposttruppe aus rund 500 Personen. Die Soldatinnen und Soldaten der Feldpost leisten ihren Dienst im jeweiligen Einsatzgebiet nach Möglichkeit für ein halbes Jahr, sofern es das Einsatzszenario vor Ort zulässt.

Wie kommt die Post zum Empfänger?

Zwei Soldaten stehen vor Kisten mit Paketen

Nur mit der richtigen Adresse kommt die Post auch an

Bundeswehr/Jonas Weber

Die Sendungen können bei jedem Postamt aufgegeben werden. Das Porto entspricht der Inlandsgebühr vom Absendenden bis zur Feldpostleitstelle in Darmstadt. Dort übergibt die Post Briefe, Postkarten, Pakete und Päckchen an die Feldpostorganisation der Bundeswehr. Diese sorgt dafür, dass die Sendung unverzüglich und unversehrt bei der Empfängerin oder dem Empfänger im Einsatzgebiet ankommt.

Damit die Sendung auch ankommt, muss sie mit folgender Adresse versehen werden:

Dienstgrad Vor- und Nachname des Empfängers
Truppenteil oder Einheit (Beispiel: Public Affair Officer )
Länderkürzel* (Beispiel: MLI)
– Über Feldpost –
64298 Darmstadt

Was darf in den Einsatz verschickt werden?

Zwei Soldaten sortieren Pakete in Container für die jeweiligen Einsatzgebiete.

Beim Versenden von Paketen muss man sich an Zollbestimmungen des jeweiligen Einsatzlandes halten

Bundeswehr/Jonas Weber

Ob Gummibärchen, das Lieblingsduschbad oder ein Törtchen zum Geburtstag - fast alles ist möglich. Ein paar Dinge dürfen jedoch nicht verschickt werden. Und das ist je nach Einsatzort unterschiedlich. Der Versand von alkoholischen Getränken in Feldpostsendungen ist generell untersagt. Das betrifft sowohl private Sendungen, als auch Bestellungen bei gewerblichen Anbietern. Grundsätzlich muss man sich beim Verschicken von Päckchen und Paketen an die Einhaltung der gültigen Zollbestimmungen halten. Weitere Erläuterungen und Hinweise zur Postversorgung an unsere Soldatinnen und Soldaten erhalten Sie als Familienmitglieder oder Freunde in den entsprechenden Feldpostmerkblättern, die es für alle Einsatzgebiete gibt.

Feldpostmerkblätter

Aktuelle Übersicht der Feldpoststellen/-ämter in den Einsatzgebieten (Stand 27.03.2025)

EinsatzOrtLänder-
kürzel
LandFeldpostmerkblätter/ Feldpostweisung
CDCounter DaeshAL UDEIDQATKatarDownload (PDF, 589,1 KB)
CDCounter DaeshAL AZRAQJORJordanienDownload (PDF, 599,4 KB)
CDCounter DaeshERBILIRQIrakDownload (PDF, 582,2 KB)
CDCounter DaeshBAGDADIRQIrakDownload (PDF, 574,9 KB)
MNMultinational BGBattlegroupRUKLALTULitauenDownload (PDF, 596,9 KB)
KFORKosovo ForcePRISTINA & FERIZAJKOSKosovoDownload (PDF, 605,3 KB)
MINUSMAMission Multidimensionnelle Intégrée des Nations Unies pour la Stabilisation au MaliNIAMEYNERNigerDownload (PDF, 571,8 KB)
UNMISSUnited Nations Mission in South SudanJUBASSDSüdsudanDownload (PDF, 591,1 KB)
EUFOREuropean Union Force Op ALTHEASARAJEVOBIHBosnien und HerzegowinaDownload (PDF, 637,6 KB)
VAPB 2024LIELVARDELVALettlandDownload (PDF, 559,5 KB)
NSATUNATO-Stab für Sicherheitsunterstützung und Ausbildung für die UkraineRZESZÓWPOLPetrol, Oil and LubricantsPolenDownload (PDF, 582,7 KB)