AHA-Regeln umgesetzt: Sicheres Assessmentverfahren bei der Bundeswehr
AHA-Regeln umgesetzt: Sicheres Assessmentverfahren bei der Bundeswehr
- Datum:
- Ort:
- Köln
- Lesedauer:
- 3 MIN
Die Arbeit in den Karrierecentern und im Assessmentcenter für Führungskräfte der Bundeswehr ist nach zwischenzeitlichen Einschränkungen durch die Corona-Krise im Mai wieder angelaufen. An elf Standorten werden wieder Assessments für Bewerberinnen und Bewerber durchgeführt. Welche Besonderheiten dabei gelten, wie sich das Personal darauf eingestellt hat und was sich für die Bewerbenden ändert, erläutern Experten. Sie haben die Planung von Assessments unter Corona-Bedingungen maßgeblich vorangetrieben.
Erfreut berichtet Oberst Lutz Nikolaus Neumann von der Wiederaufnahme des Assessments der Bundeswehr. Wochenlang hat sich der Offizier in einem Arbeitskreis mit Fachleuten intensiv mit den Prüfverfahren der Personalgewinnung und ihrer Anpassung an die Corona-Bedingungen beschäftigt. „Hierbei müssen sämtliche Schutzmaßnahmen und Vorkehrungen beachtet werden, damit die Bewerbenden und das eigene Personal immer bestens geschützt sind“, beschreibt Neumann. Grundlage hierfür sind die inzwischen allseits bekannten AHA-Regeln: Abstand, Hygiene, Alltagsmasken.
„In Hannover, Wilhelmshaven, Stuttgart, Berlin, Mainz, Düsseldorf, München, Köln und Erfurt ist das Assessment schon wieder angelaufen“, sagt er. Die Karrierecenter der Bundeswehr in Nürnberg und Schwerin unterstützen mit Personal und der Bereitstellung von Infrastruktur.
Die Karriereberatung war auch unter Corona-Bedingungen fortgesetzt worden, zwar nicht in den Beratungsbüros, aber telefonisch und digital. „Termine für das Assessment hatten wir leider zunächst verschieben müssen, da die Gefahr einer Ansteckung durch den direkten Kontakt mit den Bewerbern zu hoch war“, erklärt der Stabsoffizier weiterhin.
Schnellstmöglich werden nun die Bewerberinnen und Bewerber, die bereits einen Termin zum Assessment hatten, wieder angeschrieben. „Für einen neuen Prüfungstermin ist in dieser Ausnahmesituation aber etwas Geduld erforderlich“, so Neumann weiter.
Das müssen Bewerbende jetzt beachten
Aufgrund der weiter geltenden besonderen Hygiene- und Abstandregelungen wurden besondere Vorkehrungen zum Schutz der Bewerberinnen und Bewerber getroffen. So wird bereits im Eingangsbereich der Assessmentcenter ein Gesundheitsbogen abgegeben, alle Gäste werden mit Mundschutz und Desinfektionsmitteln ausgestattet. Weitere Maßnahmen sorgen dafür, dass Abstände eingehalten werden und beispielsweise Plexiglaswände und verschiedene Wartebereiche für eine räumliche Trennung sorgen.
Außerdem betont Neumann, sei auch der Schutz des eigenen Personals stets gewährleistet. Medizinisches Personal ist bei den Untersuchungen mit einer persönlichen Schutzausrüstung ausgestattet: „Hierzu zählen Einwegkittel, Mundschutz, Handschuhe und eine Schutzbrille“, berichtet der Oberst. Die Maßnahmen wurden von qualifiziertem Fachpersonal der Bundeswehr erarbeitet – unter anderem einem Team aus Ärztinnen und Ärzten, Hygienikerinnen und Hygienikern sowie Arbeitsschutzpersonal.
Weiter in gewohnter Qualität
„Die hohe Qualität des Assessments hat weiterhin Bestand“, fügt Brigadegeneral Frank Reiland hinzu. Der Recruiting-Chef der Bundeswehr ist über die „Straffung des Verfahrens“ durch eine Reduktion der Teilnehmenden pro Tag erfreut. Dadurch können „mehr Prüfbausteine pro Tag absolviert werden“ und Übernachtungen können in Abhängigkeit von der Anfahrtstrecke der Bewerbenden sogar entfallen.
Erfahrungen aus dem laufenden Assessment-Alltag zeigen: „Mittlerweile ist das alles schon ein gut eingespieltes Prozedere und die Mitarbeitenden haben viele positive Erfahrungen gemacht“, so Kapitän zur See Thomas Lange. Er ist Leiter des Assessmentcenters für Führungskräfte der Bundeswehr und fügt hinzu: „Hier und da sind die umfangreichen Schutzvorkehrungen noch ungewohnt, aber grundsätzlich hat sich an den Auswahlverfahren inhaltlich nichts geändert.“
Verantwortungsvoller Umgang auf beiden Seiten
Aber neben den Bewerberinnen und Bewerbern müssen sich auch die Mitarbeitenden auf die außergewöhnliche Situation einstellen. Lange betont, dass die Schutzmaßnahmen ausreichend durchdacht seien. Die Rückmeldungen der Bewerbenden und des eigenen Personals zeigten, dass sich beide Gruppen ausreichend geschützt fühlen.
„Zwar ist der direkte Kontakt, insbesondere beim medizinischen Assessment, unvermeidbar, aber die gegebenen Sicherheitsbestimmungen gehen allmählich in den Automatismus über“, so der Kapitän weiter. Dabei sei „ein zielgerichteter, verantwortungsvoller Umgang miteinander auf beiden Seiten zu erkennen“, lobt Lange die eigene Truppe und die Kandidatinnen und Kandidaten im Assessment.
Jetzt bewerben und Ansprechpartner finden
Gute Nachrichten für alle, die sich auch in Zeiten der Corona-Krise für den Arbeitgeber Bundeswehr interessieren: ein Assessment ist wieder möglich. Sicher, verantwortungsvoll und stets mit den vorgegebenen Hygieneregeln prüft die Bundeswehr ihre Bewerberinnen und Bewerber.
Mehr Informationen finden Sie hier: http://www.bundeswehrkarriere.de/