Soldaten retten Frau aus Unfallwagen
Soldaten retten Frau aus Unfallwagen
- Datum:
- Ort:
- Bischofswiesen
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Am 25. Oktober 2020 kommt es auf der Autobahn A8 bei München zu einem schweren Unfall. Fünf Soldaten der Gebirgsjägertruppe sind auf dem Weg zum Dienst, als sie an der Unfallstelle vorbeikommen. Doch schnell, sicher und vorbildlich leisten sie Erste Hilfe.
„Als wir auf dem Weg zum Auto waren, dachten wir, dass das niemand überlebt haben kann“, sagt Hauptgefreiter Manuel Krimmler. Er eilt gemeinsam mit seinen Kameraden Andreas Schaumann (26), Nam Le Hoai (27), Kevin Stiegert (26) und Mondo Onishi (22) zu dem von der Autobahn geschleuderten Auto. Eine junge Frau ist im Auto eingeklemmt und ohne Bewusstsein. Die Soldaten organisieren die gesamte Absicherung der Unfallstelle und teilen weitere herbeigeeilte Helfer ein. „Die waren dankbar, dass ihnen jemand gesagt hat, was sie tun sollen“, sagt Krimmler. Das Absichern der Unfallstelle, Bereitstellen von Feuerlöschern und die Suche nach weiteren Verletzten im angrenzenden Wald läuft wie am Schnürchen. „Wir haben die Airbags aufgeschnitten und anschließend den Gurt geöffnet. Als die Frau zu Bewusstsein kam, habe ich sie nach Verletzungen abgesucht“, schildert Hauptgefreiter Schaumann die Erlebnisse.
Krimmler ist Angehöriger der 3. Kompanie des Gebirgsjägerbataillons 232 in Bischofswiesen. Der 25-Jährige bereitet sich aktuell auf seinen Einsatz im kommenden Jahr in Mali vor. Dabei spielt die Ausbildung rund um das Thema KfzKraftfahrzeug-Unfälle eine große Rolle. Alle anderen Soldaten, allesamt Angehörige der 1. Kompanie aus Bischofswiesen, erneuern, wie jeder Soldat, jährlich ihre Sanitätsausbildung. „Das hilft uns natürlich in so einem Fall, weil wir nicht lange überlegen müssen“, so Hauptgefreiter Onishi.
Die Feuerwehren aus Taufkirchen und Brunnthal schneiden die Frau aus dem Auto und lassen sie mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus bringen. Der Kommandeur des Gebirgsjägerbataillons 232, Oberstleutnant Martin Sonnenberger, ist stolz auf seine Soldaten, die lehrbuchmäßig Erste Hilfe geleistet haben. „Ich habe von dem Vorgang erfahren, weil sich die Feuerwehren bei uns bedankt haben und mich über die geleistete Erste Hilfe informiert haben. Für meine Soldaten ist es etwas Selbstverständliches, Menschen in Not zu helfen.“ Der Kommandeur bedankt sich persönlich bei den Soldaten für die Einsatzbereitschaft, die Zivilcourage und die erstklassige Arbeit als Ersthelfer.