Meet and Greets sind eine gute Tradition, dabei treffen sich Soldaten und tauschen sich persönlich aus. Für Soldaten, die Schulter an Schulter in das Gefecht gehen, sind diese Gespräche wichtig. Sie schaffen Vertrauen und Verständnis für die jeweils andere Nation. Genau das ist die Grundlage, um geschlossen und durchsetzungsstark aufzutreten. „Das Gefecht und den Umgang mit unserem Panzer haben wir trainiert, das können wir. Aber das Persönliche kommt manchmal etwas zu kurz. Es macht Spaß und tut gut, die Multinationalität auch abseits des Gefechtsstreifens zu leben“, beschreibt ein norwegischer Panzerkommandant. Die Abendsonne legt sich über das Feldlager in Sardinien. Die Übung Noble Jump in Italien führt Soldatinnen und Soldaten aus sieben Nationen zusammen. Das Gefecht steht dabei im Mittelpunkt, aber nicht nur. Zum Grundgedanken von Noble Jump gehört auch, die Armeen multinational besser zu verzahnen, die strategische Verlegung von Truppen über See-, Land- und Luftwege zu üben und dabei die logistischen Versorgungswege bewusst zu strapazieren, zu testen und weiter zu verbessern. „Aber auch der Austausch auf einer ganz anderen Ebene, auf der persönlichen, stärkt uns, wenn wir gemeinsam mit unseren Systemen kämpfen“, beschreibt ein Kommandant der deutschen Kampfpanzer Leopard. Im Feldlager in Teulada stehen die Kampfpanzer aus dem Panzerbataillon 393 aus Bad Frankenhausen gleich neben den Kampfpanzern des Telemark-Bataillons aus dem norwegischen Rena. Norwegen stellt mit den Niederlanden zusammen den Löwenanteil der Truppen für die VJTFVery High Readiness Joint Task Force.
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