Dekontamination in Mali: Ein Fall für die ABCAtomar, Biologisch, Chemisch-Kräfte
Dekontamination in Mali: Ein Fall für die ABCAtomar, Biologisch, Chemisch-Kräfte
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Die richtige Vorbereitung von Teilen der eingesetzten Notdienstgruppe schützt das eigene Leben und das der Kameradinnen und Kameraden. Die Schutzanzüge sind Einmalartikel, die für den Schadensfall in ausreichender Anzahl im Camp verfügbar sind.
Bundeswehr/Stephan Voges -
Einweisung vor Ort in das Aufgabengebiet. Die letzten Absprachen werden getroffen, bevor es für die Kräfte in den Einsatz geht. Am Anfang steht die Registrierung, so ist immer bekannt, wer, wo, mit welcher Aufgabe und wie lange unterstützt.
Bundeswehr/Stephan Voges -
Die Übung fand bei 38 Grad im Schatten im Schutzanzug statt, was körperlich eine hohe Belastung bedeutet. Die Soldatinnen und Soldaten der Notdienstgruppe mussten Material tragen und kamen dabei ordentlich ins Schwitzen.
Bundeswehr/Stephan Voges -
Nach Ankunft im Sammelraum warten die Soldatinnen und Soldaten auf ihre Registrierung zur Dekontamination. Durch die beim Brand entstandenen gefährlichen Kohlenstofffasern könnten sie sich und andere ansonsten gefährden.
Bundeswehr/Stephan Voges -
Plötzlich bricht ein Soldat in Panik aus und möchte sich die Maske herunterreißen. Kameraden versuchen die Situation zu entschärfen und zu verhindern, dass sich jemand gefährdet. Erst muss die Dekontamination abgeschlossen sein.
Bundeswehr/Stephan Voges -
Die behelfsmäßige Dekontamination besteht aus unterschiedlichen Stationen, die gut ausgeschildert und klar erkennbar sind. Nach der Aufnahme erfolgt das Ablegen der Ausrüstung und danach das Abspülen mit Wasser.
Bundeswehr/Stephan Voges -
Die Soldatinnen und Soldaten warten auf das aufwändige Entkleiden der Schutzkleidung. Nichts geht rein und nichts geht raus. Alle schwitzen stark. Von daher wird die maximale Einsatzzeit vorher festgelegt und kontrolliert.
Bundeswehr/Stephan Voges -
Ausrüstungsgegenstände und Uniformteile werden getrennt von den Soldatinnen und Soldaten aufbereitet. Dazu werden sie vorher in stabilen Abfallsäcken verstaut und verschlossen. So können keine Schadfasern in die Umgebung gelangen.
Bundeswehr/Stephan Voges -
Das gewissenhafte Anlegen und verkleben mit Gewebeband macht das Entkleiden zu einer schweißtreibenden Herausforderung. Insgesamt 60 Soldatinnen und Soldaten waren an der Übung, welche insgesamt zweieinhalb Stunden dauerte, beteiligt.
Bundeswehr/Stephan Voges -
Die Soldaten tragen für ihren Einsatz an der Unfallstelle spezielle Maskenfilter. Bei der Auskleidung wird der Soldat mithilfe einer Schere aus dem Schutzanzug rausgeschnitten, der danach in einen Abfallsack geworfen und fest verschlossen wird.
Bundeswehr/Stephan Voges -
Nach dem Entkleiden der Schutzbekleidung folgt das Ablegen der Schutzmaske. Dabei ist es wichtig, dass niemand mit dem Filter seine Bekleidung berührt, da der Filter den schädlichen Stoffen ausgesetzt war.
Bundeswehr/Stephan Voges -
Auch Fahrzeuge müssen dekontaminiert werden: Ein Einsatzfahrzeug der Feuerwehr auf Unimog-Basis wird mit Wasser abgespült. Vorher hat eine Wasserlanze den Unterboden des Fahrzeugs abgesprüht. Insgesamt wurden drei Fahrzeuge dekontaminiert.
Bundeswehr/Dirk Jechow
„Achtung Flugunfall, das ist eine Übung“, so klang es aus den digitalen Tetrapol-Handfunkgeräten im Camp Castor. Die Verfahren für einen solchen Fall sind bekannt. Szenario: Das Triebwerk eines Hubschraubers hat sich bei den Vorbereitungen zum Start entzündet. Bei einer solchen im wahrsten Sinne brenzligen Situation muss jeder Handgriff sitzen und jede Soldatin sowie jeder Soldat seine Aufträge blitzschnell abarbeiten. Fluggeräte bestehen oft aus Kohlefaserverbundstoffen, die sehr giftig verbrennen und die zur Brandbekämpfung und Hilfeleistung eingesetzten Kräfte kontaminieren können. Nach dem Einsatz ist deshalb eine gewissenhafte Dekontamination erforderlich.