12. November 2021: Bundeswehr feiert ihren 66. Gründungstag

12. November 2021: Bundeswehr feiert ihren 66. Gründungstag

Datum:
Ort:
Berlin
Lesedauer:
3 MIN

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Als vor 66 Jahren, am 12. November 1955, die ersten 101 Soldaten in einer schlichten Halle in Bonn ihre Ernennungsurkunden erhielten, schrieben sie deutsche Nachkriegsgeschichte: Es war die Gründungsstunde der westdeutschen Streitkräfte, die erst am 1. April 1956 den offiziellen Namen Bundeswehr erhielten.

Mehrere Soldaten stehen nebeneinander und halten ihre Ernennungsurkunde in den Händen (Schwarz-Weiß-Aufnahme)

In der Ermekeil-Kaserne in Bonn erhielten die ersten Soldaten der westdeutschen Streitkräfte ihre Ernennungsurkunden. Am 1. April 1956 bekam die neue Armee auch offiziell den Namen Bundeswehr. Dieser wurde zuvor im Bundestag heftig diskutiert.

Bundespresseamt

Bundeswehr: Seit 1955 der Demokratie verpflichtet

Am 12. November 2021 feiert die Bundeswehr ihren Gründungstag. Dieses Jahr jährt sich ihr Bestehen zum 66. Mal. Rund 20 Veranstaltungen in ganz Deutschland unterstreichen die Bedeutung dieses Jahrestages für das Selbstverständnis der Truppe. Denn die eigene Geschichte als Armee in einer Demokratie, die die Bundesrepublik Deutschland und ihre Bevölkerung schützt, ist die maßgebliche Traditionssäule der Bundeswehr.

Über Jahrzehnte war die Verteidigung der eigenen Landesgrenze die Hauptaufgabe der Bundeswehr – zusammen mit den in Westdeutschland stationierten Einheiten der NATONorth Atlantic Treaty Organization-Partner. Im Verlauf der 1990er-Jahre änderte sich die Ausrichtung der Truppe. Nachdem aus den zuvor verfeindeten ost- und westdeutschen Streitkräften eine gemeinsame Armee der Einheit geschmiedet wurde, entwickelte sich diese mehr und mehr zum Instrument in der weltweiten Konflikt- und Krisenbewältigung.

Nicht zuletzt durch die Beteiligung der Bundeswehr an einer Vielzahl an Auslandseinsätzen übernahm Deutschland, wie international gefordert, mehr Verantwortung in der Welt.

12. November: Festtag mit Symbolcharakter

Der Gründungstag der Bundeswehr ist jedoch nicht nur ein willkommener Anlass, um 66 Jahre Bundeswehr Revue passieren zu lassen. Der besonderen Symbolkraft des Tages geschuldet, ist der 12. November alljährlich auch ein würdiges Datum, um mit feierlichen Gelöbnissen die jungen Männer und Frauen in der Bundeswehr zu begrüßen, die erst vor kurzem Soldat oder Soldatin geworden sind.

In teils mehreren hundert Personen starken Formationen angetreten, legen sie im Beisein ihrer Familien und Freunde, vor Vertretern und Vertreterinnen der Politik und des öffentlichen Lebens sowie interessierten Bürgerinnen und Bürgern freiwillig ein feierliches Versprechen gegenüber der Republik ab.

Angetretene und musizierende Soldaten beim feierlichen Gelöbnis vor dem Reichstag

Am 12. November 2019, vor der Corona-Pandemie, fand das bislang letzte Gelöbnis vor dem Reichstag statt. Der Ort hat Symbolkraft: Die Bundeswehr ist eine Armee des Parlamentes. Seine Abgeordneten tragen eine besondere Verantwortung für die Truppe.

Bundeswehr/Jonas Weber

Sie gehen dabei eine große Verpflichtung gegenüber Staat und Gesellschaft ein. Denn sie geloben oder schwören, „der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen“. Das bedeutet auch, dass sie im Ernstfall verpflichtet sind, die Bundesrepublik mit ihren Werten und deren Bürger gegen jeden Angreifer zu schützen – in letzter Konsequenz auch mit Waffengewalt und gegebenenfalls unter Einsatz ihres Lebens. Einen höheren Einsatz kann die Demokratie nicht fordern.

Berlin: Großes Gelöbnis vor dem Reichstag

Auch in diesem Jahr wird, über die Bundesrepublik verteilt, am 12. November eine ganze Reihe feierlicher Gelöbnisse stattfinden. Besonders eindrucksvoll verspricht das Gelöbnis vor dem geschichtsträchtigen Reichstagsgebäude in Berlin, dem Sitz des Parlamentes, zu werden. Rund 400 Rekrutinnen und Rekruten aus sieben Standorten werden dort erwartet.

Neben den Angehörigen der Soldatinnen und Soldaten und Mitgliedern des Deutschen Bundestages werden Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer und die frisch gewählte Bundestagspräsidentin Bärbel Bas teilnehmen. Kramp-Karrenbauer und Bas werden zu der angetretenen Truppe sprechen.

Als Zeichen der Transparenz und der Verbundenheit zu Staat und Gesellschaft will die Bundeswehr ihren Gründungstag in einem möglichst großen öffentlichen Rahmen feiern. Aufgrund der aktuellen Corona-Lage müssen jedoch auch in diesem Jahr wieder Einschränkungen in Kauf genommen werden. Vielerorts können nur geladene Gäste und die Angehörigen der Soldatinnen und Soldaten an den Veranstaltungen teilnehmen.

Weitere Informationen zum 66. Gründungstag der Bundeswehr stehen auf der Internetseite der Bundeswehr bereit. Im Laufe des 12. Novembers 2021 finden Sie dort und auf dem Instagram-Kanal der Bundeswehr Berichte von verschiedenen Veranstaltungen.

von Fabian Friedl

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12. November

Gründungstag der Bundeswehr 2021

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